Koch und das Tuberkulin

17.11.2012
zuletzt geändert: 12.05.2019

Robert Koch und sein Impfstoff “Tuberkulin”
Ein verblüffendes historisches Beispiel, das die herrschenden Gesetze (Gott in Tätigkeit) ahnen läßt oder zeigt.
Von Franz Hirthammer/Gerhard Buchwald

Bild: Hirthammer-Verlag: Eine Kochsche Impfung in der Charité zu Berlin in Gegenwart von fremden Aerzten.
Bild: Hirthammer-Verlag: Eine Kochsche Impfung in der Charité zu Berlin in Gegenwart von fremden Aerzten.

Mein großes Anliegen ist es, den Lesern des Weißen Lotos etwas von den herrschenden Gesetzen (Gott in Tätigkeit) zu vermitteln. Dazu gehört zum Beispiel zu zeigen, dass die Ausbeutung und Ausnutzung schwächerer Wesen Misserfolge und Leid für den, der dies tut, wünscht oder duldet, bringt. Deshalb arbeiten wir u.a. für die Abschaffung der Tierversuche (ca 400tausend täglich) und die Aufklärung über Impfungen und Impffreiheit. Da Impfungen aus dem Tierversuch stammen, können sie dem Menschen keine Vorteile bringen.

So schreibt der US-amerikanische Medizinhistoriker und Forscher Dr. Harris Coulter:

„Aufgrund der Impfungen leidet eines von fünf Kindern an einer mehr oder weniger schweren Entwicklungsstörung (bis hin zu schwersten Autismus). Das ist eine verblüffende Zahl. Würde ein feindlicher Staat unserem Land dermaßen zusetzen, so würden wir ihm den Krieg erklären. Aber die folgenden Seiten beweisen, dass wir uns selbst dermaßen zusetzen. Und wir hören und hören nicht auf damit.“

Die folgenden Ausführungen sind ein Auszug aus dem im Januar 2002 erscheinenden Buch von Dr. Buchwald „Der Rückgang der Schwindsucht trotz ‚Schutz‘-Impfung“. Wir wählen dieses Beispiel, weil fast Jeder „weiss“, dass durch Robert Koch und sein Tuberkulin ‚die Tbc besiegt wurde‘.

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 Koch erfindet den Tuberkulin-Impfstoff

Aus den Veröffentlichungen Pasteurs wusste Robert Koch, wie ein Impfstoff herzustellen sei: Man nimmt den Erreger, züchtet und vermehrt ihn. Dann wird er durch Lagerung, Desinfektionsmittel oder Tierpassagen abgeschwächt, bis er keine Krankheitszeichen mehr hervorruft. Wird ein Organismus damit geimpft, kommt es zu Veränderungen im Blut, die ‚Antikörper‘ genannt wurden. Es wurde behauptet, diese seien in der Lage, virulente Erreger unschädlich zu machen, d.h. der Körper sei ‚immun‘ geworden, er erkranke nicht mehr. So verfuhr Koch und verkündete am 4. Oktober 1890 in einem Vortrag zur Eröffnung des 10. Internationalen Medizinischen Kongresses zu Berlin unter großem Beifall, er habe Substanzen gefunden, die ‚nicht allein im Reagenzglas, sondern auch im Tierkörper das Wachstum der Tuberkelbazillen aufzuhalten im Stande sind, sodass Meerschweinchen, wenn man sie der Einwirkung einer solchen Substanz aussetzt, auf eine Impfung mit tuberkulösem Virus nicht mehr reagieren‘. Ist das Meerschweinchen bereits mit Tuberkelbazillen infiziert, kommt es an der Impfstelle zu einem Absterben von Gewebe, später wurde vom ‚Kochschen Phänomen‘ gesprochen. Es sei als Hinweis dafür zu werten, dass der infizierte Organismus eine Resistenz gegen eine Zweitinfektion ausgebildet habe.

Koch teilte dann in seinen ‚Weiteren Mitteilungen über ein Heilmittel gegen Tuberkulose‘ seine Ergebnisse bei der Anwendung der ‚Kochschen Lymphe‘ mit. Sie wurde ab 1891 ‚Tuberkulin‘ genannt und soll subkutan gespritzt werden. Koch drückte sich sehr vorsichtig aus und berichtete nur über Wirkungen beim Meerschweinchen. Trotzdem löste seine Mitteilung einen Sturm der Begeisterung aus. Das wird verständlich, denn im 19. Jahrhundert war die Tuberkulose die wichtigste und häufigste Todesursache.

Was Koch letzten Endes dazu veranlasste, vorschnell mit seinem Mittel an die Öffentlichkeit zu treten, ist nicht sicher bekannt. Tuberkulin war nicht einmal im Labor ausreichend erforscht worden. Es dürfte eine Mischung aus Ehrgeiz, Selbstüberschätzung, Wettrennen mit dem Institut Pasteur in Paris und – das wird von den Chronisten gerne verschwiegen – die Aussicht auf riesige Gewinne gewesen sein: „Koch hatte sich durch Monopolisierung des Mittels erhebliche finanzielle Vorteile erhofft und benutzte sie auch, um seine Stellung in dem neu errichteten Institut für Infektionskrankheiten auszubauen.“

Glückwünsche, Lorbeer, Theaterdonner und Sanatorien 

Selbst vom Institut Pasteur aus Paris kamen Glückwünsche. Daraufhin strömten von allen Seiten auf Heilung hoffende, an Schwindsucht Erkrankte nach Berlin. Wie Pilze schossen überall ‚Privatkliniken‘ aus dem Boden, in denen die Weithergereisten teure Unterkunft fanden. Bei großen Bauvorhaben wurden plötzlich sämtliche Etagen in Sanatorien für Lungenschwindsüchtige umgewandelt. Kaum notdürftig ausgestattet, waren diese Sanatorien in kurzer Zeit voll belegt. Überall kamen die ‚Kochsche Lymphe‘ zur Anwendung.

Am 20. November 1890 wurde Koch die Verleihung des Grosskreuzes des „Rothe-Adler-Ordens“ mitgeteilt. Über die „Ankunft des Tuberkulins in Greifswald“ liegt nachfolgende Schilderung vor: „Auch für Greifswald kam endlich der grosse Tag, an dem in der inneren Klinik die ersten Impfungen mit Tuberkulin vorgenommen werden sollten. Er wurde begangen wie etwa eine Grundsteinlegung oder eine Denkmalsenthüllung. Lorbeerbäume bildeten den Hintergrund, von dem sich Ärzte, Schwestern und Patienten in schneeigem Weiß und der Chefarzt im schwarzen Bratenrock abhoben. Festrede des Internisten, Vollzug der Impfungen an ausgewählten Kranken, donnerndes Hoch auf Robert Koch! Es begann eben auch in der Medizin damals etwas laut herzugeben: Der Theaterdonner der Epoche Wilhelms II. hat auch Medizin und Hygiene nicht verschont.“

Die Ernüchterung war furchtbar 

Aber wenige Monate später standen die Leichenwagen vor den Häusern. So schnell, wie sie einst belegt waren, so schnell waren diese von Spekulanten hervorgezauberten ‚Sanatorien‘ auch wieder leer. Auf den Sturm der Begeisterung folgte der Rückschlag. Die Ernüchterung war furchtbar. Diese Häuser waren dann schwer anderweitig verwendbar, weil sie als Tuberkulose-Sterbehäuser einen schlechten Ruf hatten. Es war, als führte das Kochsche Serum zum Aufflammen sämtlicher tuberkulöser Herde im Körper. Koch hatte zunächst nicht verraten, worum es sich bei seiner Lymphe handelte. Dies war umso bedenklicher, als er sich über die Zusammensetzung oder Gewinnung seines Mittels zunächst völlig ausschwieg.

Bis Januar 1891 wurde von den Ärzten ein Mittel angewandt, welches eine bis dahin unbekannte Substanz war, ein ‚Geheimmittel‘, dem nur aufgrund des wissenschaftlichen Rufes eines Robert Koch Glauben geschenkt wurde. Es stellte sich dann heraus, dass es ein Glycerinextrakt aus Tuberkelbakterien war.

Angst der Kranken, Druck von oben 

Später erlangte Tuberkulin aufgrund der Arbeiten von Clemens von Pirquet (1874-1929) als Diagnostikum Bedeutung: Nach Einbringung in die Haut (in geringster Dosis) zeigte das Auftreten einer örtlichen und allgemeinen Reaktion an, ob der Organismus mit dem Tuberkelbazillus Kontakt gehabt hatte oder nicht. Hautrötung und Knötchen in der Haut bedeutete: positiv, d.h. dieser Organismus hatte bereits Kontakt mit dem Tuberkelbazillus. Keine Reaktion hiess: negativ, d.h. es bestand bisher kein Kontakt mit dem Tuberkelbazillus.

Mit der Nachricht über das neue Wundermittel schienen auf einmal alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose überflüssig zu sein. Selbst prophylaktische Maßnahmen schienen obsolet. Der Ausbau der Heilstätten stagnierte und man fragte sich, ob ein Weiterbau sinnvoll wäre. In den vorhandenen Häusern wurde Tuberkulin in kleinen Dosen zur Behandlung der Tuberkulose eingesetzt. Misserfolge traten ein, echte Erfolge blieben aus. Diese Versuchsperiode ging rasch vorüber. Das Pendel schlug dann auch in den Heilstätten um, und unter den Patienten verbreitete sich etwa ab 1903 eine direkte Furcht vor der Anwendung dieses Mittels. Zuweilen aber hielten Ärzte am Tuberkulin fest. Das ging so weit, dass Patienten, die eine Behandlung mit Tuberkulin verweigerten, zur Strafe aus den Heilstätten entlassen wurden. Erst ab etwa 1910 wurde in den Heilstätten hingenommen, wenn Patienten Einspritzungen von Tuberkulin ablehnten.

Koch erhält den Nobelpreis 

Obwohl in Deutschland die Tuberkulin-Begeisterung schon ab 1891 deutlich zurückging, weil schwere Nebenwirkungen und Todesfälle auftragen, wurde Koch 1891 zum Direktor des Institutes für Infektionskrankheiten ernannt. Den Nobelpreis für Medizin erhielt er 1905. Er hat nie verwunden, dass sich seine Hoffnungen, im Tuberkulin ein „Heilmittel“ gefunden zu haben, nicht erfüllt hatten. Gerne hätte er mit Pasteur gleichgezogen. Mit Tuberkulin hat er noch lange experimentiert. Auf den Gedanken, dass Pasteurs Grundidee falsch sein könnte, ist er nie gekommen.

Nachdem sich die Hoffnungen auf das Tuberkulin nicht erfüllten, nahmen die Aktivitäten zur Errichtung von Lungenheilstätten wieder zu.

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Koch und das Tuberkulin
Foto: Hirthammer, fair use.

Auszug aus dem sehr lesenswerten Buch „Der Rückgang der Schwindsucht trotz „Schutz“-Impfung” von Dr. med Gerhard Buchwald. Sie erleben 150 Jahre Medizingeschichte. 176 S. 26 Abbildungen. Broschiert. € 16,40.

Bitte lesen Sie auch auf S. 31f. die anderen Hinweise über das Buch, den größten Impftest der Medizingeschichte an 364.000 Menschen und die Methode der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut), die 27 Jahre braucht, um das Impftest-Ergebnis bekannt zu geben und die Impfung nicht mehr zu empfehlen.

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Quelle: Der Weisse Lotos Nr. 81, Jan.-März 2002, S. 18-21, Hirthammer-Verlag, München.

Hinweis:

Der o.g. Titel von 2002, sowie die Neuauflage “Der Rückgang der Tbc trotz “Schutz”-Impfung. Von der Schwindsucht (Tbc) zum Infektionsschutz-Gesetz” von 2004 sind derzeit nur antiquarisch erhältlich.

Vgl. auch die Kritik von Dr. Julius Hensel aus dem Jahre 1885 an Robert Koch:

http://julius-hensel.com/2011/01/impfkritik-o-ton-hensel-lange-version/


Alexander Benesch: Das Netzwerk hinter dem Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline, dem sächsischen Serum-Werk, dem Robert Koch-Institut und dem Paul-Ehrlich-Institut 

Folge dem Geld und dem Adel: Wenn Sie oder Ihre Kinder Impfstoffe erhalten wie Boostrix (gegen Tetanus, Diphterie und Pertussis) oder Priorix (gegen Masern, Mumps und Röteln), dann stammen diese Produkte von dem britischen Großkonzern GlaxoSmithKline plc (GSK) mit einem Börsenwert von rund 100 Milliarden Dollar.
Wenn man den Konzern genauer untersucht, stößt man auf ein Netzwerk des Welfen-Adels, das nicht nur das Britische Imperium leitete, sondern auch die wichtigen Wissenschaftsvereinigungen und Universitäten in erheblichem Maße beeinflusste. In diesem Netzwerk verschwimmen die Grenzen zwischen staatlich und privat, zwischen den Ländergrenzen von Britannien und Deutschland und letztendlich auch zwischen den Konzernen und Instituten wie dem Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert-Koch-Institut.
Adelige Geheimdienste sind ein Forschungsgebiet, an das sich niemand herantraut und das so behandelt wird, als existiere es nicht. Viele der wichtigsten Konzerne gehen auf adelige Netzwerke zurück.

Alexander Benesch: Das erleuchtete und adelige Umfeld des Mikrobiologen Robert Koch


Dr. Stefan Lanka: Wissenschaftsbetrug von Robert Koch – “Virenbeweis” durch ein eingespritztes Leichengift – Betrug seit 120 Jahren.

Foto: Lanka
Foto: Lanka

Netzwerk Impfentscheid: Tuberkulose

Eine Impfung, die genauso sinnlos wie gefährlich ist.


Julius-Hensel-Blog. Mit frndl. Gen.
Julius-Hensel-Blog. Mit frndl. Gen.

Zeitgenössische Kritik des Dr. Julius Hensel am Impfen und an Dr. Robert Koch

Denn alle übrigen epidemischen Krankheiten fallen ja unter gleichen Gesichtspunkt und überall weiß man uns nichts anderes zu sagen als: Bazillen, Bazillen! — Impfen, Impfen! —

Ehe ich nun weitergehe, möchte ich im Interesse des allgemeinen Wohls eine fundamentale Frage tun. Nämlich: Zu welchem Zweck benötigte Herr Professor Dr. Koch auf seiner ägyptischen und ostindischen Expedition einen Chemiker? — Ich denke, es kann nur aus dem Grunde sein, weil er selbst kein Chemiker ist.

Nun, dann darf er es mir nicht übel nehmen, dass ich auch nicht einer einzigen seiner Darlegungen, wenn er nun einmal auf chemischem Gebiet nicht auf eigenen Füßen zu stehen vermag, den allergeringsten praktischen Wert beilege. Ja, ich darf bei diesem Anlass nicht versäumen, darauf hinzuweisen, wie fehlerhaft gearbeitet wird. Man gebraucht Salpetersäure, um die Sputa hineinzulegen und auf solche Weise „Bazillen“ sichtbar zu machen. Aber Salpetersäure verändert jede organische Substanz, indem es dieselbe oxidiert. Folglich werden auf solche Weise chemische Verbindungen geschaffen, die vorher in solcher Form gar nicht existierten. (Hierher gehören u. a. alle Nitro-Verbindungen.)

Bei so weitgehender Unbekanntschaft mit den chemischen Grundgesetzen ist es geradezu schmerzhaft, zu sehen, wie die Welt von solcher Seite her in Aufregung erhalten wird.

Auch Professor Dr. Klebs spricht es direkt aus: Die chemische Natur der Bazillen zu ermitteln, sei Sache der Chemiker. Das heißt denn doch ganz deutlich, er selbst verstehe nichts davon.

Trotzdem maßt man sich jedoch von dieser Seite an, Impfung und Gesundheits-Gesetze zu geben. „Wer lacht da?“ —

Ob Professor Dr. Virchow genügend Chemiker ist, das weiß ich nicht. Nach seiner Zellen-Theorie darf ich es nicht voraussetzen.

Die Herren Klebs, Koch, Cohn usw. nennen es zwar „Bazillen züchten“, indem sie Leimsubstanz (Gelatine) in Wasser aufgelöst bei gewisser Temperatur flüssig erhalten, nachdem sie zerfallene tierische Substanz hinzugegeben haben; aber sie beweisen mit ihrer „Züchtung“ nichts weiter, als was wir längst wissen, nämlich dass tierischer Leim, weil darin die erdigen Spannstoffe mangeln, in die gleichartigen mikroskopischen Blutleim-Kristallsplitter zerfällt, die man ihm beimischt, wenn ein genügendes Kraftäquivalent in Form von Wärme oder Elektrizität darauf einwirkt. Darin liegt ja eben das Wesen der Blutentmischung, welchen auf Mangel an Spannstoff hinausläuft.

Solche Spannstoffe sind die Erden und Salze. Aus diesem Grunde schlägt auch die Bazillenzüchtung fehl, sobald man der Gelatinelösung kohlensaures Natron hinzufügt.

Noch weiteres vom Milzbrand! — Wenn bei einem Menschen nach dem Stich eines Insekts Anschwellung und Blutvergiftung eintritt, so sind die Schulärzte sofort mit der Erklärung bei der Hand, das Insekt habe auf einer Milzbrandleiche gesessen und von dorther den Giftstoff, beziehungsweise die Milzbrand-Bazillen herbeigebracht. Wenn nun wirklich Milzbrand hinterherfolgt (für gewöhnlich überwindet man den kleinen Schreck), so strahlt die Pathologie in einem Glorienschein, aber es ist eitel Flimmer, weil sämtliche Insekten selbst über harnsaures Ammoniak verfügen und aus diesem Grunde als Selbsterzeuger von Cyanammonium fungieren.

Oder haben vielleicht auch die Bienen in aller Geschwindigkeit ihr Gift von einer Milzbrandleiche hergeholt, wenn sie, wie es vorgekommen ist, einen Hund töten, der zur Bewachung von Bienenstöcken festgebunden ward und die Tiere durch sein Geblaff beunruhigte?

Stets finden wir in solchen Fällen die Milz angeschwollen. Die Milz ist eben dasjenige Drüsen-Organ, dessen Funktion am leichtesten und zuerst stillsteht, weil sein dichtes Gewebe die rasche Entmischung des eingeschlossenen Bluteiweiß begünstigt und von hieraus nun der Prozess weiterschreitet.

Nachdem wir in solcher Weise die sogenannten „Bazillen“ als „Harnsäure-Derivate“, d.h. als Abkömmlinge von kohlensaurem Ammoniak und Wasser, folglich als Cyangruppen, erkannt haben, so bliebe uns noch übrig zu erfahren, wer denn diese „Bazillen“ erdacht hat, mittels deren die ganze Welt in Aufregung erhalten wird. In dieser Beziehung schöpfe ich Folgendes aus dem 8. Band, 1. Heft (1885) des von Dr. Heinrich Rohlfs herausgegebenen Archivs für Geschichte der Medizin:

„Am 14. September 1683 berichtet Antony van Leeuwenhoek aus Delft an Francis Aston, Mitglied der königlichen Gesellschaft zu London, dass er in der zwischen seinen Zähnen haftenden weißen Materie mittels des Mikroskopes lebendige Tierchen von anmutigster Bewegung entdeckt habe: „animalcula admodum exigua jucundissimo modo sese moventia“. [NB. Von Cohn treu übersetzt mit: „Lustig tummeln sie sich umher.“] („Arcana naturae detecta.“ Delft 1685. Experimenta et Contemplationes pag. 42). Leeuwenhoek unterscheidet mehrere Arten. (!!!) Die stabförmige Art, die andere, kreiselförmig sich drehend, und eine dritte Art, die sich schlängelt. Die Hauptmasse besteht aus parallelen, gleich dicken Fäden von verschiedener Länge, die unbeweglich bleiben. Leeuwenhoek wundert sich, dass trotz der großen Sorgfalt, mit der er sein Gebiss reinhielt, doch in seinem Munde mehr Tierchen leben als in den Niederlanden Menschen.

Seine Forschungen weisen dieselbe Menge in dem Munde von Frauen, Kindern und Greisen nach. Einige Jahre später fand er die beweglichen Lebewesen des Zahnfleisches nicht vor und spricht die Vermutung aus, dieselben seien durch den Genuss heißen Kaffees getötet worden, den er sich angewöhnte. Allein kurze Zeit darauf beobachtet er wieder die alten Formen. Neun Jahre später, 1692, Mitte September, sendete er neue Abbildungen an die königliche Gesellschaft in London, die zum Teil noch genauer waren.

F. Cohn in Breslau veröffentlichte dieses jedenfalls sehr interessante Faktum in dem Amsterdamer Allgemeinen Handelsblad, wonach bis vor wenigen Jahren die Kenntnis dieser kleinsten Lebewesen seit nahezu 200 Jahren fast gar keine Fortschritte gemacht hatte.“ —

Aus vorstehendem Bericht geht Folgendes hervor: — Aus den Speiseresten, die sich zwischen den Zähnen sammeln, werden in der Wärme des Mundes tatsächlich kleine lebendige Tierchen erzeugt; und neben diesen wirklichen Tierchen finden sich auch zugleich jene unbeweglichen Stäbchen, die keine Tiere sind, sondern als Harnsäure- und Fleischbasen anzusprechen sind; und die heute noch Bazillen genannt werden. Zwischen diesen beiden Klassen haben Herr Cohn und seine Anhänger keinen Unterschied gemacht. Da einmal Tierchen vorhanden sind, — die Wärme des Mundes begünstigt deren Erzeugung aus den Fleischresten —, so nimmt er Alles für Tiere, oder doch für Pilze.

Was Leeuwenhoek’s Bericht Tröstliches enthält, verschweigt Herr Cohn. Das Tröstliche besteht darin, dass die Vibrionen, die in Leeuwenhoek’schen Munde lebten, ihn an seiner Gesundheit nicht geschädigt haben und dass sie periodisch abstarben und verschwanden.

Nichts ist natürlicher. Die Vibrionen werden von uns im Munde ausgebrütet, das ist wahr. Aber wie sie entstehen, so vergehen sie auch wieder. Ihr Leben ist immer nur von sehr kurzer Dauer. Das bisschen Phosphoröl, das sie besitzen, ist bald verzehrt. Ein paar Mal kräftig den Mund aufsperren, den Atem aus- und einziehen, dann sind sie oxidiert. Es wäre ja geradezu wunderbar, wenn sie ewig lebten. Die physiologischen Gesetze bedingen es, dass sie sterben müssen, wie wir ebenfalls. Wenn man sie recht schnell töten will, so braucht man nur erdige Stoffe anzuwenden z.B. Kalkwasser, ölsaures Natron (Mundseife), doppeltkohlensaures Natron u. dgl.

Was nun die Therapie bei epidemischen Krankeiten betrifft, so ergibt sie sich aus dem Dargelegten und besteht in Folgendem:

1) Bei gewissen Affektionen von epidemischem Charakter, die sich durch Kältegefühl, Fieber und katarrhalischen Stuhlgang charakterisieren, gebraucht das Volk mit völlig richtigem, natürlichem Instinkt ein beliebiges aromatisches Kraut (Kamillen, Pfefferminze, Melisse, Holunder, Lindenblüte, Wermut). Ein heißer Aufguss von solchem Kraut verfehlt selten seine Wirkung als schweißtreibendes Mittel. Die Zufuhr von Wärme ist gleichbedeutend mit Zufuhr von neuer Elektrizität. Unter der Gunst solcher Wärme nimmt die Blausäure Wasser auf und wird zu ameisensaurem Ammoniak. Dieses, in Verbindung mit dem ätherischen Öl der balsamischen Kräuter und den Phosphaten (alle aufgezählten Kräuter enthalten Phosphate), erzeugt neues Nervenöl; und einmal den Anstoß gegeben, nimmt nun die Sache eine andere Wendung, indem sich wenigstens ein Teil der Bruchstücke wieder mit den passenden Polen zusammenschließt. Von da ab kann die Lebenskraft von Neuem anwachsen, wenn auch langsam. Sofern ein solcher heißer Tee schnell bei der Hand ist, kann man damit auskommen.

2) Ein Mittel, „ohne Geld, ohn’ Arzt und Zauberei zu haben“. — Gewöhnlicher Speise-Essig! —

Wenn man ein Stück Fleisch mit nicht allzuschwachem Essig einreibt, so widersteht es der Fäulnis. Eine solche Wirkung lässt sich aus der chemischen Kraft des Essigs in gewöhnlicher Weise gar nicht erklären. Denn wenn es auch richtig ist, dass sich der Essig mit dem Leimzucker des Muskelfleisches chemisch verbindet, so ist dies doch nur an Ort und Stelle, nämlich äußerlich der Fall; da aber auch die inwendigen Partien, die gar nicht berührt sind, haltbar bleiben, so bleibt nur die Annahme übrig, dass die äußeren Schichten des Fleisches durch die chemische Verbindung mit Essigsäure in einen Zustand chemischer Spannung versetzt werden, der allen inneren Teilen zu Gute kommt, indem sich der Spannungszustand, richtunggebend, auf die inneren Teil überträgt.

In der Tat entreißt Essig, auf frischer Tat gegen Diphtheritis als Körperabreibung verwendet, die Patienten sofort aller Gefahr. Die mangelnde Spannung der Moleküle wird augenblicklich wiederhergestellt. Seit dieser Erfahrung, die ich dreimal in Zürich machte, betrachte ich alle anderen Mittel gegen Diphtheritis nur als mitwirkende Unterstützung.

Ebenso bewährt sich Abreibung mit Essig gegen Scharlach.

Dass Essig auch gegen Pest wirksam ist, lehrt uns die Geschichte des Vierräuber-Essigs oder Pest-Essigs, der seinen Namen davon hat, dass zur Pestzeit ein vierblättriges Kleeblatt von Spitzbuben sich mit Essig parfümierte und dann, ohne krank zu werden, die ausgestorbenen Häuser plünderte.

Wenn nun in so wichtigen Fällen der Essig seine Schuldigkeit getan, so soll man auch das liebe Vieh damit abbürsten, so oft es krank wird und man nicht weiß, was ihm fehlen mag.

Vor Allem aber ist die Abreibung mit Essig und das Trinken von Zuckerwasser mit Essig in heißer Jahreszeit, wenn epidemische Affektionen zu befürchten sind, den leidenden Menschenkindern als Spannkraft verleihendes Mittel anzuraten.

3) Von sonstigen therapeutischen Substanzen ist als ein rationelles Heilmittel ersten Ranges das ameisen-essigsaure Eisenoxyduloxyd zu betrachten, und zwar aus folgenden Gründen:

a) Eisenoxyduloxyd hat den magnetischen Charakter und erzeugt unverzüglich einen elektrischen Induktionsstrom in den Blutröhren und Nervensträngen;

b) Eisenoxyduloxyd neutralisiert die Blausäure;

c) Ameisensäure verwandelt das kohlensaure Ammoniak in ameisensauren Harnstoff als neue Grundlage zu neuer Fleischsubstanz.

d) Ameisensäure vereinigt die zersplitterten Kohlenwasserstoffe zu neuer Fettsubstanz.

e) Essigsäure verwandelt das Ammoniak, durch die oxidierende Atmung unterstützt, in neuen Leimzucker und Leimzucker hat die Eigenschaft, saure und basische Gruppen ohne Unterschied chemisch zusammenzuspannen.

Von einer einprozentigen Auflösung des ameisenessigsauren Eisens (unter dem ihm von mir gegebenen Namen „Hensel’s Tonicum“ bekannt) gibt man einen Esslöffel voll zu einem Liter stark versüßtem Zuckerwasser (100 bis 120 Gramm Zucker pro Liter). Hierdurch er hält man eine sehr lieblich schmeckende Limonade, von der man den Patienten trinken lässt. Die Wirkung ist eine überaus schnell restaurierende.

Die Bereitungsweise dieses Präparats habe ich im Jahre 1881 veröffentlicht. Seit dieser Zeit findet es in allen fünf Erdteilen gegen klimatische Affektionen der verschiedenen Art erfolgreiche Anwendung.

 Vielleicht hatte Paracelsus ein ähnliches Präparat erfunden; wenigstens verordnete er ein „Aurum potabile“ (Goldtrank); zu welchem das Rezept verloren gegangen ist. Ich vermute, dass dieser Goldtrank vielmehr eisenhaltig war und dass nur die goldgelbe Farbe, die auch der mit „Hensel’s Tonicum“ bereiteten Limonade zukommt, zu dem Namen „Goldtrank“ Veranlassung gab. Immerhin verdiente es aber solchen Namen unter der Voraussetzung, dass es die verlorene Gesundheit wieder zurückbrachte, denn die Gesundheit ist mehr als Goldes wert.

Was die Bedrohung mit den „stäbchenförmigen Organismen“, die man Bazillen nennt, betrifft, so mag man wollen oder nicht, man wird immer wieder an Aarons Prahlerei erinnert, der damit großtat, mit dem hohlen „Stab“, in dem er den verfaulten, Anilinrot enthaltenden Saft der Schneckenart Aplysia depilans mitgebracht hatte, den Ägyptern das Trinkwasser verekelt zu haben. (2. Mos. 7. Kap. Vers 18/19)

Es ist rein unglaublich, was der Welt von manchen Ärzten zugemutet wird.

Ein jüdischer Arzt in Amerika, Namens von Klein, verlangt bereits nicht mehr und nicht weniger, als dass sich alle Welt beschneiden lassen solle.

In einer Schrift von 22 Seiten (Jewish hygiene and diet, Washington 1884) sagt er auf S. 11: „Humanity might be proud if every man in the world was circumcised.“

Ein anderer jüdischer Arzt, Stabsarzt Rosenzweig, verlangte in einer Schrift (Schweidnitz 1878) ein Staatsgesetz, wonach „aus Gesundheitsrücksichten“ die Beschneidung wenigstens aller Soldaten erfolgen sollte. In so liebenswürdiger Weise geht man, in Ermangelung von Chemie, mit dem Messer auf uns los.

„Durch schwere Phantasien in ihrer Ruh’ gestört.“

„Heil’ sie davon!“

Ich meinerseits bin durchaus dafür, Christen und Juden gleich zu machen, aber nicht auf diese Art! — Der jüdische Kultus ist ein Anachronismus und auf Aaron’sche Fälschungen begründet.

Die einzige Religion, die vor der Vernunft Stand hält und sich vollständig mit der Wahrheit deckt, ist die christliche. Sie umfasst nur einen einzigen Satz und der lautet: „Wir Alle sind Gottes Kinder und haben Anteil am Himmelreich”.

Was haben wir zu tun, damit sich diese Wahrheit erfülle, und zwar schon hier auf Erden? —

Schaffen wir vor allen Dingen den Armut-Bazillus (das ist das Bettelstäbchen oder der Bettelstab) aus der Welt; geben wir dem Hungerwurm, was ihm gebührt; aber hören wir auf, den medizinischen Lindwurm zu züchten, der sich mit blähendem Leib in einem Sumpf von Verwirrung und labyrinthischen Schlinggewächsen wohlig herumwälzt und, gleich der kretischen Missgeburt, unsere Knaben und Mädchen so lange als Opfer verlangt, bis ein erleuchteter Herrscher kommt, der wie Theseus allem Volk Gutes tut, indem er den Landplagen mit starker Hand und, statt des Schwertes, mit eiserner Pflugschar ein Ende macht.

– Quelle: aus Dr. Julius Hensel: “Das Leben” (1885), zit. n. Julius Hensel-Blog mit freundlicher Genehmigung, Hervorh. i. O. (offline), s. Waybackmachine.

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