Pionier Hirthammer-Verlag

17.09.2012
zuletzt geändert: 10.02.2020

Der Hirthammer-Verlag in München war ein führender Fachverlag für spirituelle und theosophische Bücher in den 1980er und 1990er Jahren und Vorkämpfer der deutschsprachigen impfkritischen Literatur bis zu seiner Schließung 2005.

Die Fachzeitschrift “Der Weiße Lotos” von Franz Hirthammer erschien von 1983 bis 2005 in 96 Heften und brachte neben Themen Theosophie und uralte Weisheit, Tierrechte, Vegetarismus auch immer wieder impfkritische Artikel von Dr. Gerhard Buchwald, Joachim-F. Grätz, Dr. med. Georg Kneißl, Hans Ruesch, Dr. Harris L. Coulter, Dr. Viera Scheibner, F. und Simone Delarue, Dr. Ghislaine Saint-Pierre Lanctot und anderen.

Pionier Hirthammer-Verlag
Fotos: Hirthammer, fair use.

Nachfolgend dokumentieren wir ein einschlägiges Werbefaltblatt von 1995, um die Entwicklung der Impfkritik in Deutschland zu dokumentieren.
Pionier Hirthammer-Verlag

Diesen Flyer hier als pdf.


Foto: Verlagsmitteilung in der Zeitschrift "Der Weisse Lotos", 1990.
Foto: Verlagsmitteilung in der Zeitschrift “Der Weisse Lotos”, 1990.


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Fotos: Hirthammer, fair use.

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Kinderärzte-Funktionäre fordern Schritte gegen Hirthammer-Verlag

Wie beliebt die Zeitschrift, die Bücher und die Faltblätter des Hirthammer-Verlags waren und wie schockierend das Tabuthema Impfschäden auf die große Leserschaft wirkte, darunter viele Ärzte und Heilpraktiker, kann man auch daran erkennen, daß Kinderärzte-Funktionäre 2002 in Gestalt eines Offenen Briefes und abgedruckt in ihrer Verbandszeitschrift im März 2002 vom Bundesgesundheitsministerium “Schritte zur Eindämmung der Impfgegnerschaft” forderten, da die Impfgegner fehlinformiert seien (und nicht etwa die Ärzte selbst).

Das ARD-Politmagazin legte dann in einem Hetzbeitrag am 11.04.2002 nach. Produziert vom damaligen SFB (heute rbb) und ARD-weit um 20.15 Uhr zur Hauptsendezeit ausgestrahlt, wurde der Theosoph und Verleger Franz Hirthammer aus München als unseriös angegriffen. Grund: Seine erfolgreiche Aufklärungsarbeit in Sachen Impfschäden, die bisher Tabuthema waren und erstmals der Öffentlichkeit und auch den meisten Ärzten selbst bekannt wurden.

Der Kontraste-Beitrag hatte den Verleger Franz Hirthammer in typischer Weise in einem Zerrbild runtergesprochen, um beim Zuschauer negative Emotionen hervorzurufen und hat dabei natürlich sämtliche impfkritischen Argumente verschwiegen, die seiner Aufklärungsarbeit und dem Erfolg bei immer mehr Eltern zugrunde lagen. Die Sendung war Anlaß für mich (FR), meinen ersten impfkritischen Zuschauer-(und Leser-)Brief an eine Redaktion zu schicken.

Der Münchner Kinderarzt Dr. Stefan Rabe zitierte die Kernsätze aus dem Offenen Brief der sich im Panikmodus befindlichen Kinderärzte-Funktionäre und fragt naheliegend, ob mit “Schritten zur Eindämmung der Impfgegnerschaft” die Positionen (Argumente) oder die Personen gemeint waren. Vielleicht war auch die Schließung des Verlags damit gemeint, der jedenfalls nur drei Jahre später tatsächlich geschlossen wurde. 

Nachfolgend der Artikel von Dr. Rabe von 2002: 

Zum Stil der Auseinandersetzung

Der Präsident des “Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.”, Dr. med. Klaus Gritz, veröffentlichte in der Märzausgabe 2002 der Verbandszeitschrift “Kinder- und Jugendarzt” einen offenen Brief an die Bundesgesundheitsministerin, aus dem die folgenden Zitate stammen:

“… Mit großem Sendungsbewußtsein propagieren wir Kinder- und Jugendärzte die Impfungen und erreichen damit beachtliche, dennoch nicht ausreichende Durchimpfungsraten. Ein zunehmender Faktor im Rahmen der Hindernisse ist die Impfgegnerschaft aus unterschiedlichsten Lagern. Damit haben wir impfenden Ärzte schon seit Jahren zu tun und sind gewohnt, mit einem machmal grotesken Zeitaufwand die Auffassung fehlinformierter Eltern zu korrigieren. Impfgegner finden sich in fast allen gesellschaftlichen Lagern, bedauerlicherweise auch bei Ärzten, die es eigentlich besser wissen müssten, und bei einem kleinen, aber militant agierenden Teil von Hebammen, die offensichtlich darauf aus sind, die gute Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Pädiatern durch ein paramedizinisches Kontrastprogramm abzulösen.

Unsere bisherigen Forderungen, dieser Impfgegnerschaft entschiedener zu begegnen, blieben unbeantwortet. Selbst Informationen an die Ärztekammern und aufsichtsführenden Gesundheitsämter blieben in der Regel ohne angemessene Reaktion.

Aus der beigefügten Anlage erkennen Sie, dass nun der Hirthammer-Verlag offensichtlich aus merkantilen Gründen weit über die Aktivitäten der bisherigen Impfgegner hinausgeht: Er scheint flächendeckend die Eltern von Kindern im Alter von drei bis vier Monaten mit seinen Informationen zu versorgen und löst damit erneut heftige Diskussionen aus, die immer heftiger auch mit dem Argument geführt werden, dass Ärzte und Impfstoffhersteller unter einer Decke stecken. Das mag sicher in Einzelfällen gelten, angesichts des lächerlichen Impfhonorars jedoch nicht für den impfenden Arzt.

Nach Auskunft unseres Justitiars “erlaubt es die Verfassung, auch unrichtige und abwegige Meinungen zu äußern. Es ist Aufgabe der Gesundheitspolitik oder anderer gesellschaftlicher Gruppen, unrichtigen Ansichten im Rahmen der öffentlichen Diskussion entgegenzutreten. Gegebenenfalls wäre es Aufgabe staatlicher Stellen, hoheitliche Maßnahmen zu ergreifen.”

Gern hätten wir seitens unseres Verbandes rechtliche Schritte gegen fehlinformierende Impfgegner unternommen. Da unsere Rechtsordnung jedoch das Instrument der Popularklage nicht kennt, kann der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte gegen derartige Pamphlete nicht vorgehen.

… Ich bitte Sie deswegen sehr herzlich, … über wirksame Schritte zur Eindämmung der Impfgegnerschaft zu beraten. …” 


Angesichts des sich selbst entlarvenden missionarischen Eifers (“Sendungsbewußtsein”), der sichtbaren Blindheit gegenüber der Relativität eigenen Wissens und Erkennens und der eingestandenen Flucht aus der öffentlichen (Impf-) Diskussion in die Forderung nach “hoheitlichen Maßnahmen… zur Eindämmung der Impfgegnerschaft” (wobei nicht klar wird, ob mit diesem Begriff die entsprechende Position oder die sie vertretenden Menschen gemeint sind) ist diesem Schreiben nichts hinzuzufügen…”

Quelle: Dr. Stefan Rabe.

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