HIV-Antikörper

09.11.2018
zuletzt geändert: 07.01.2022

Das Betrugsgeschäft der “Firma AIDS” (Jon Rappoport)

HIV-Antikörper

Wikipedia CC
Wikipedia CC

HIV-Test-Betrug
zu HIV-Test





Antikörper-Tests nutzlos

“Die einzige Möglichkeit, zwischen wirklichen Reaktionen und Kreuzreaktionen zu unterscheiden, ist es, das HIV zu isolieren. Alle Beweise von HIV-Isolationen basieren auf einer Gruppe von Phänomenen, die in Zellkulturen entdeckt wurden, aber keines dieser Phänomene ist eine tatsächliche Isolation, geschweige denn spezifisch für Retroviren. Wir wissen nicht, wie viele positive Tests ohne HIV-Infektion auftreten. Es gibt keine Spezifität des HIV-Antikörpertests für eine HIV-Infektion.”
– Bio/Technology Journal, 11: 696-707, 1993.

“Die HIV-Antikörpertests entdecken kein Virus. Sie suchen nach irgendwelchen Antikörpern, die auf eine Auswahl von Proteinen reagieren, die laut Experten für HIV spezifisch sind. Tatsache ist, daß ein Antikörpertest, selbst wenn er wiederholt wird und tausendmal positiv reagiert, kein Beweis für eine Virusinfektion ist.”
– Val Turner, MD, Continuum Magazine, Vol. 3, No. 5, 1996.


Beipackzettel HIV-Test: Kein Standard für Antikörper

Zitat HIV combi PT Antikörpertest von Cobas, 2014:
“Kalibration
Rückführbarkeit: Für anti-HIV-1 und anti-HIV-2 gibt es keinen international akzeptierten Standard.”

HIV-Antikörper
Foto:

“Antikörpernachweis
Für HIV-spezifische Antikörper gibt es keinen international akzeptierten Standard.”

HIV-Antikörper


Beipackzettel komplett:
ECLIA HIV combi PT


Können Antikörpertests eine HIV-Infektion nachweisen?

Ein Interview mit Dr. Valendar F. Turner, das das Blut in den Adern gefrieren läßt
von Huw Christie

Erschienen in “Continuum” Vol.5, Nr.2, 172 (Winter 1997)

Deutsche Übersetzung: Michael Leitner

[Dr. Turner ist Mitglied der “Perth Group”, einer Gruppe von HIV-/AIDS-Kritikern. Er graduierte an der Universität Sidney im Jahre 1969, ist Mitglied der Königlichen Australisch-Asiatischen Chirurgen-Vereinigung und der Australisch-Asiatischen Vereinigung für Notfallmedizin. Er arbeitet am Royal Perth Hospital in West-Australien.

Huw Christie ist Herausgeber von “Continuum”.]

Vorbemerkung d. Übers.: In diesem Test ist ein Begriff sehr wichtig: Der Begriff von der Virusisolation. Das bedeutet als erste Voraussetzung, daß ein Virus abgesondert von allem anderen Material aus einer Blutprobe photographiert werden kann. In der HIV-Forschung hat sich allerdings, weil solche Aufnahmen von “Retroviren” nicht möglich sind, die wenig wissenschaftliche Einstellung durchgesetzt, instabile virusähnliche Partikel innerhalb von Zellen darzustellen.
Anstatt also ein Ding abgesondert von allem anderen darzustellen, wird “HIV” als in etwas anderem enthalten gezeigt. Warum man dies als Isolation bezeichnet, und es niemanden stört, ist mit ein Rätsel.

HC: Einen schönen Guten Tag nach downunder.

VFT: Guten Morgen, Huw.

HC: Die Veröffentlichungen der Perth Group (1-13) scheinen sich mit jeder einzelnen Facette von HIV und AIDS zu befassen. Ich möchte mich heute aber auf die Antikörpertests konzentrieren.

VFT: Fein.

HC: Ich bin besonders daran interessiert, daß dieses Thema so einfach und klar aufbereitet wird, daß es auch ganz normale Menschen verstehen können, die keine Fachleute auf diesem Gebiet sind die nicht Eure Veröffentlichungen der letzten 10 Jahre gelesen haben. Oder sie vielleicht auch nicht ganz verstanden haben. Ich denke, es ist nicht einfach, ein Abstract zu lesen, daß einem erzählt, Papadopulos und Kollegen lehnen HIV- Antikörpertests (HIV-AK-Tests) als Nachweis einer HIV-Infektion generell ab.

VFT: Ich weiß, aber das ist nun mal unsere Interpretation der Daten und Fakten.

HC: Könntest Du vielleicht mit einem Überblick beginnen?

VFT: Selbstverständlich. Zuerst laß‘ uns die Bedeutung der Worte “Antikörper” und “Test” klären. In diesem Kontext hat “Test” zwei mögliche Bedeutungen. Die erste wäre, man macht einen Versuch, der die Abwesenheit oder Abwesenheit einer Substanz oder den Zustand einer Sache klären soll. Beispielsweise, ob ein Patient eine Blinddarmentzündung hat, ob eine Frau schwanger ist. Die zweite Bedeutung von “Test” wäre, man tut etwas, um festzustellen, ob etwas aussagekräftig ist: Entwickelt man einen Bluttest für Schwangerschaften, muß man prüfen, wie gut er funktioniert.

HC: Und was ist mit Antikörpern?

VFT: Antikörper sind Eiweiße, die von Immunzellen, den sog. B- Lymphozyten produziert werden. Nicht zu verwechseln mit T- Lymphozyten, das sind jene Immunzellen, die angeblich von HIV zerstört werden, was eine Immunschwäche verursachen soll. Die aktuelle Theorie der Antikörperproduktion ist, daß jedes B- Lymphozyt und seine geklonten Nachkommen nur einen einzigen, sehr spezialisierten Typ von Antikörpermolekülen herstellen.

HC: Was bringt B-Lymphozyten dazu, Antikörper herzustellen?

VFT: Wenn eine B-Zelle einer Substanz begegnet, die als Antigen bekannt ist, vom Körper bereits als ’fremd‘ identifiziert worden ist. Dann werden Antikörper hergestellt. ANTIbody GENerating. Antigene sind immer lange Moleküle, häufig sind es Eiweiße. Eiweiße sind die stärksten Antigene, verursachen die stärkste Produktion von Antikörpern. Besonders dann, wenn sie auf direktem Weg in den Blutkreislauf gelangt sind.

HC: Wie bringt das Antigen die B-Zelle dazu, Antikörper zu produzieren?

VFT: Früher war man der Meinung, B-Zellen würden von den Antigenen regelrecht instruiert, wie man Antikörper zu bilden habe, etwa so, wie ein Rezept oder eine Formel abgelesen wird. Fast wie, wenn man zu zweit einen Kuchen backt: Der eine hat das Rezept und liest es vor, der andere rührt den Teig. Doch dieses Modell ist überholt. Die aktuelle Theorie ist, daß jede B- Zelle bereits weiß, wie sie den Kuchen zu backen hat, aber jede Art B-Zelle hat nur das Rezept für jeweils einen speziellen Kuchen. Jede ist programmiert, einen ganz speziellen, einzigartigen Antikörper zu produzieren. Davon natürlich zahllose Exemplare, aber immer völlig identische.

Man nimmt an, alle B-Zellen zusammen hätten ein Repertoire von über einer Million einzelner Antikörpermoleküle. Es kommt nur darauf an, daß ein Antigen auf die richtige B-Zelle trifft, und schon greift das Schlüssel-Schloß-Prinzip: Durch das Erkennen des Antigens teilt sich die B-Zelle, um sich zu vermehren; Antikörper werden produziert, um das Antigen zu bekämpfen, in dem sie sich chemisch an das Antigen binden. (14)

HC: Was sonst veranlaßt die Produktion von Antikörpern?

VFT: B- Zellen können auch nicht- spezifisch stimuliert werden. Das heißt, man gibt dem Immunsystem einen Reiz, einen Grund zu reagieren, und eine Auswahl an B-Zellen fängt an, sich zu teilen und Antikörper zu produzieren. Nach unserem Wissensstand kommt eine solche Reaktion nicht gerade selten vor. Der einzige Weg, darüber genaueres zu erfahren, wäre ein Test auf Antikörper gegen alles, was nichts mit der künstlichen Stimulation des Immunsystems zu tun hat.

HC: Was ist der Zweck der chemischen Bindung der Antikörper an das Antigen?

VFT: Angeblich neutralisieren Antikörper die unerwünschten Effekte von Antigenen

HC: Sind Keime, sind Bazillen Antigene?

VFT: Ja, aber mit einigen Einschränkungen. Antikörper und Antigene müssen an ganz bestimmten Stellen ihrer Molekularstruktur anbinden. Es ist, wie wenn Du Deine Großmutter umarmst: Deine Arme sind nur ein kleiner Teil von Dir und umklammern nur einen kleinen Teil Deiner Großmutter. Beim Antikörper nennt man die Arme den ‚anbindenden Teil‘ (“combining side”), beim Antigen nennt man den umarmten Teil der Großmutter den ‚Antigen-Bestimmer‘ (“antigenic determinator”). Auf jedem Antigen befinden sich viele mögliche Stellen, die als Antigen-Bestimmer dienen können, und eine jede von ihnen kann das Klonen jeweils einer Art von B-Zellen auslösen, die jeweils eine Art Antikörpermoleküle für das Anbinden an einen der Antigen-Bestimmer herstellen.

HC: Also sind die Antikörper, die gegen eine Bazille entwickelt werden, eine Mixtur aus vielen verschiedenen Molekülen, zugeschnitten auf ganz Unterschiedliche Teile der Bazille.?

VFT: Richtig. Der technische Begriff für diese Antikörperreaktion ist “polyclonal”.

HC: Wie regt man das Immunsystem zur Antikörperproduktion an?

VFT: Durch die Freisetzung von Drogen, infektiösen Partikeln oder Fremdeiweißen. Alles Dinge, denen die klassischen HIV/AIDS- Risikogruppen ausgesetzt sind. Natürlich können diese 3 Faktoren als konventionelle Antigene wirken, bei nur einer Sorte B- Zelle den Prozeß des Klonens und der Antikörperproduktion auslösen, sie können aber auch andere B- Zellen stimulieren.
Daraus können obskure Reaktionen resultieren, ein gutes Beispiel dafür ist das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Pfeifersches Drüsenfieber verursacht.

HC: Was ist daran obskur?

VFT: Das Virus aktiviert eine Reihe von B-Zellen, die wiederum Antikörper produzieren. Einige Antikörper sind darauf programmiert, mit den roten Blutkörperchen von Pferden zu reagieren, andere sind Antikörper gegen Schafsblut. Dies sind offensichtlich keine Antikörper, die spezifisch gegen EBV produziert werden, sie sind etwas völlig anderes. Man mag sich wundern, warum wir solche Antikörper produzieren können müssen, aber es ist so. Als Arzt nutzt man dies, um Pfeiffersches Drüsenfieber zu diagnostizieren. Und zwar mit Hilfe eines Antikörpertests, der nicht nach Antikörpern gegen das krankheitsverursachende Virus sucht. Ersucht nach Antikörpern gegen Pferdeblut.

HC: Das ist schon sehr kurios. Und was ist die Basis, Antikörper zur Diagnose einer HIV-Infektion zu benutzen?

VFT: Der Glaube, daß HIV wegen seiner Eigenschaft als etwas Körperfremdes die Produktion von spezifischen, einzigartigen HIV-Antikörpern auslöst.

HC: Die Theorie ist die: Antikörper gegen ein Virus können nur gebildet werden, wenn B-Zellen diesem Virus begegnen?

VFT: Das ist richtig.

HC: Warum kein Nachweis durch Anzucht und Kultivierung des Virus?

VFT: Der Nachweis von Antikörpern ist technisch einfacher, schneller und billiger.

HC: Und man weist diese Antikörper nach, in dem man Blut und ein paar Viren nimmt, und wartet, ob die miteinander reagieren?

VFT: Das ist die Theorie, aber bevor wir dazu kommen, möchte ich etwas anderes von großer Wichtigkeit erklären: Man kann keine kausale Verbindung zwischen Antikörperproduktion und einem Krankheitserreger herstellen, weil ein Antikörper auch mit Krankheitserregern, mit Antigenen reagiert, die gar nicht die aktuelle Antikörperproduktion ausgelöst haben (14, 22). Die Ursache für diese Produktion kann sowohl eine nicht-spezifische Stimulation [s.o.], als auch eine Kreuzreaktion sein.

HC: Was bedeutet “Kreuzreaktion“?

VFT: Zwei verschiedene Antigene können den gleichen “Bestimmer” gemeinsam haben, die gleiche Serie Antikörper kann daran anbinden, auch wenn die Antigene verschiedene Eiweiße sind. Antikörper sind eben nicht nur gegen ein Antigen gerichtet, sondern gegen eine bestimmte Molekular- Struktur, die bei mehreren Antigenen vorhanden ist. Zwei verschiedene Antigene gleichen sich mit einem kleiner Teil ihrer Struktur, der Antikörper kann an beide anbinden, und zwar an dem kleinen Teil, der bei beiden identisch ist. Das funktioniert, obwohl es sich um zwei sehr verschiedene Proteine [Eiweiße] handelt.

Das Vorkommen von Kreuzreaktionen kann man auch mit einem kleinen Gedankenexperiment beweisen: Antikörper sind lange Eiweiße, und können selbst die Eigenschaft eines Antigens haben. Das sind zwei mögliche Reaktionen eines Antikörpers: Eine mit dem Antigen, das seine Produktion auslöste, und die andere, wenn der Antikörper selbst als Antigen erkannt wird, und mit einem gegen ihn produzierten Antikörper reagiert.

HC: Warum sind diese Phänomene für die Wissenschaft ein Problem?

VFT: Weil sie dem widersprechen, was eine nette Theorie wäre, nämlich, daß ein Mensch, der einen Antikörper gegen das Antigen “X” hat, automatisch mit “X” infiziert sein muß. Es ist wissenschaftlich nicht möglich, eine solche Behauptung nur aufgrund einer chemischen Reaktion, des Anbindens eines Antikörpers an einen Erreger zu machen.

HC: Auch, wenn es außer Frage steht, daß “X” Bestandteil eines einzigartigen Virus ist?

VFT: Ja. Man muß überhaupt nicht mit einem Virus infiziert sein, und doch reagieren bei einem Antikörpertest körpereigene Antikörper mit eben jenen Virusproteinen in der Testsubstanz. Wäre das nicht so und würden Antikörper nur mit einem Virus reagieren, müßten wir Ärzte doch Menschen mit Pfeifferschem Drüsenfieber mitteilen, daß sie mit den roten Blutzellen von Pferden infiziert seien. Oder mit Schafsblut. Oder AIDS-Patienten mitteilen, daß sie mit Laborchemikalien infiziert sind.

HC: AIDS-Patienten haben Antikörper gegen Laborchemikalien? Kannst Du ein paar aufzählen?

VFT: Zum Beispiel Antikörper gegen Trinitrophenyl (23).

HC: Und es ist unbekannt, wie das zustande kommt?

VFT: Es ist nicht vollständig geklärt.

HC: Wie kann man mit dem Antikörperproblem umgehen?

VFT: Zuerst muß man akzeptieren, daß es existiert. Nehmen wir mal folgende Analogie: Die serologische Diagnose [Blutuntersuchung] von Infektionen über Antikörperreaktionen ist vergleichbar mit dem Versuch, Objekte über ihren Schatten zu identifizieren, den sie bei Sonnenschein auf den Boden werfen: Dieser Schatten vermittelt ein Bild des Objektes, aber Wolken, Gebäude, Bäume und andere Dinge können Schattenbilder haben, die genauso wie das Schattenbild des Objektes aussehen, oder ihm zumindest ähnlich sehen. Erinnern wir uns an die zwei Bedeutungen des Wortes “Test”.

Wir suchen etwas, daß die Anwesenheit von HIV im Körper nachweist. HIV ist das, was gesucht wird. Der beste Weg wäre der Nachweis der Existenz von HIV in jedem Patienten mit Mitteln, die unzweifelhaft und unzweideutig auf ein einziges Retrovirus hinweisen (24-25). Das wäre der Gold-Standard, das bestmögliche Nachweisverfahren. Jeder andere Weg, auch der über Antikörpertests, ist ein indirekter Nachweis und muß über den Gold-Standard bestätigt werden. Das wäre eine Überprüfung der Gültigkeit eines Antikörpertests, die zweite Bedeutung des Wortes “Test”. Ein Test, der ein Testverfahren auf seine Funktionalität und Zuverlässigkeit überprüft

HC: Wie müßte eine solche Überprüfung aussehen?

VFT: In dem zwei Versuche parallel, mit den gleichen Proben stattfinden: Einmal der Antikörpertest und andererseits ein direkter Virusnachweis.

HC: Ein Vergleich zwischen HIV- Antikörpertest und Virusisolation?

VFT: Schon, aber es braucht mehr, ein Virus direkt nachzuweisen, als nur einen Partikel zu isolieren. Deine Leser wissen seit Elenis’ Interview ja einiges zu diesem Thema [siehe Interview mit Eleni Papadopulos, (26)]

HC: Wie sieht das aktuelle Verfahren eines HIV-Antikörpertests aus?

VFT: Du hast das ja schon beschrieben. Nimm etwas Blut von einem Patienten, entferne daraus die roten Blutkörperchen, und mische den Rest mit ein paar Proteinen, von denen Experten behaupten, es seien einzigartige, spezifische Bestandteile von HIV.

HC: Was wird sichtbar, wenn der Test positiv ausfällt?

VFT: Reagieren die im Blut enthaltenen Antikörper mit den Proteinen, so ergeben sich einige Veränderungen in der Testlösung. Es hängt vom Testverfahren ab, ob es nun eine Verfärbung oder ein Ausfällen, ein Niederschlag oder eine andere meßbare Veränderung ist.

HC: Das ist alles? Etwas verfärbt sich!

VFT: Grundsätzlich ja. Aber es gibt ja Verfeinerungen: Im Elisa-Test [Standard-HIV-AK-Test, Suchtest] sind alle angeblichen HIV-Proteine bunt zusammengemixt, im Westernblot [in Deutschland “Bestätigungstest”; Kontrolltest bei positivem Elisa] hingegen kann die Reaktionen auf jedes einzelne Protein getrennt betrachten. Alle sind Seite an Seite im Testkit angeordnet, getrennt durch eine Wand aus Nitrocellulose.

HC: Wie sieht es mit dem Vergleich mit dem HIV-Goldstandard aus?

VFT: Was jeder Getestete wissen will ist doch, ob ein Test positiv sein kann, wenn keine HIV- Infektion vorliegt. Mit anderen Worten: ‚Ist mein Test falsch- positiv?‘ Nun, was ein Wissenschaftler tun müßte, und zwar lange bevor ein von ihm entwickelter AK-Test in die klinische Praxis eingeführt wird, wäre zu untersuchen, was man “Spezifität” eines Tests nennt: Eine Bestimmung, wie häufig ein positives Ergebnis zustande kommt, wenn man weiß, daß in der getesteten Blutprobe kein HIV vorhanden ist, überprüft durch eine Virusisolation. Ist der Test zu 100% spezifisch, darf es keine positiven Ergebnisse mit Blutproben geben, aus denen kein Virus isoliert werden konnte.

HC: Hm, ich fürchte, das klingt für viele etwas verwirrend. Können wir näher auf die Begriffe ‚Sensitivität‘ und ‚Spezifität‘ sprechen?

VFT: Selbstverständlich. Sensitivität ist eine Bestimmung, wie häufig ein Test positiv ist, wenn man weiß, daß das, was man nachweisen will, tatsächlich vorhanden ist. Testet man 1000 schwangere Frauen und macht mit ihnen einen Schwangerschaftstest, so überprüft man, ob der Test alle Frauen als “positiv”, als “schwanger” diagnostiziert. Fällt er nur bei 980 Frauen positiv aus, so liegt seine Sensitivität bei 98%.

Zur Spezifität: Ist ein Test spezifisch, wenn er eine einzige Frau als “schwanger” diagnostiziert, die gar nicht schwanger ist? Hat man tausend Frauen, die nachweislich nicht schwanger sind, und wird eine von ihnen “schwanger” diagnostiziert, so wäre der Test zu 99,9% spezifisch. Man kann einen Schwangerschaftstest nicht zulassen, solange man die Parameter nicht erkannt und ausgeschlossen hat, die diese falschen Ergebnisse verursachen

HC: Nehmen wir mal den Elisa-Test, der ja der erste und oft auch der einzige Test ist, der einer HIV-Diagnose zugrunde liegt: Wie wurde seine Sensitivität bestimmt?

VFT: Zuerst möchte ich schildern, wie eine solche Sensitivität bestimmt werden sollte: Hier wäre eine korrekte Vorgehensweise, beispielsweise 1000 Menschen zu nehmen, bei denen eine HIV- Infektion durch eine HIV-Isolation erfolgreich nachgewiesen wurde. Dann macht man den Elisa- Test und überprüft, bei wie vielen von ihnen auch der Elisa durch ein ‚positives‘ Ergebnis eine HIV- Infektion diagnostiziert. Die chemische Reaktion eines positiven Elisa-Tests muß mit Spezialinstrumenten exakt feststellbar und meßbar sein, die einen Zahlenwert ausgeben.

HC: Führt dabei jeder Grad einer Veränderung, z.B. einer Ausfällung, zu einem positivem Ergebnis?

VFT: Nein. Es gibt immer nicht- spezifische Hintergrundaktivitäten in der Testlösung. Setzt man den Ausfällungs-Grenzwert für einen positiven Test sehr niedrig an, dann ist vielleicht jede Testperson positiv. Wäre es ein Schwangerschaftstest, so würde er auch Männer als schwanger diagnostizieren. Also muß man einen Grenzwert finden, der solche Falsch-Resultate ausschließt.

HC: Wie wird dieser Grenzwert bestimmt?

VFT: Da gibt es leider einige sehr unwissenschaftliche Praktiken: Eine Gruppe gesunder Menschen wird getestet, um den Grad an Hintergrundaktivität zu bestimmen. Heraus kommen von Testperson zu Testperson unterschiedliche Werte. Die Wissenschaftler nehmen dann einen oberen Werte, der zwei oder drei Grade oberhalb des Mittelwertes liegt. Jede Messung, die oberhalb dieses oberen Grenzwertes liegt, ist jetzt als “positiv” definiert.

HC: Das geschieht derart willkürlich?

VFT: Ja.

HC: Der Grenzwert für “Positivität” wird also nicht durch die Ergebnisse einer Virusisolation geeicht?

VFT: Nein. Und das einfache Bestimmen eines Levels oberhalb einer gewissen Hintergrundaktivität ist kein Beweis dafür, daß es sich bei der Reaktion um die von echten HIV-Antikörpern handelt. Man kann doch nicht behaupten, daß Antikörper gegen HIV produziert worden sind, eine Infektion vorliegt, weil es eine Testreaktion oberhalb einer Grundaktivität gibt. Ein höheres Level an Grundaktivität kann auch einfach dadurch zustande kommen, daß es halt in manchen Menschen mehr von dem vorhanden ist, was bei den gesunden Testpersonen zu der Hintergrundaktivität führte.

Der einzige Beweis dafür, daß die Antikörper eine Reaktion auf eine HIV-Infektion sind, ist der Nachweis, daß jemand das Virus in sich trägt.

HC: Wie steht es um die Sensitivität des Western-Blot?

VFT: Man müßte hier zunächst Kriterien definieren, die einen positiven Test ausmachen und dann überprüfen, ob sie auf einen Kreis von nachgewiesenermaßen infizierten Menschen zutreffen. Auch beim Westernblot gibt es keine Werte für einen einzigen der verschiedenen Antikörper- Proteinreaktionen, die “Test-Positivität” definieren könnten. Ich bin sicher, Dir ist bekannt, daß für die HIV-Experten die Sensitivität, das Erkennen von “Positivität” beim Westernblot keine primäre Rolle spielt, denn er wird in weiten Teilen der Welt benutzt, um den Elisa zu überprüfen. Beim Westernblot ist die Spezifität, das Ausschließen von falsch-positiven Ergebnissen wichtig, während der Elisa falsch-negative Ergebnisse ausschließen soll.

HC: Wie sieht ein Experiment aus, mit dem man die Spezifität von Elisa und Westernblot überprüfen kann?

VFT: Man nimmt 1000 Menschen, unter ihnen sowohl AIDS-Patienten, Angehörige von Risikogruppen, als auch Menschen mit ähnlichen Erkrankungen und ebenso Menschen, deren Laborwerte Abweichungen zeigen, die denen von AIDS- Patienten ähnlich sind, sowie einige gesunde Menschen. Dann macht man bei jedem den Versuch einer HIV-Isolation, und vergleicht dies mit den Ergebnissen, auf die Elisa und WB (Westernblot) bei diesen Menschen kommen.

HC: Warum braucht man Menschen mit so vielen unterschiedlichen Merkmalen?

VFT: Weil diese Tests Antikörper-Reaktivität messen, und man braucht viele Antikörper möglichst vieler Arten von Antikörpern, um sicher zu sein, daß die Art von Reaktion, die zu einem positiven HIV- Antikörpertest führt, nur bei den Patienten vorkommt, die tatsächlich HIV-infiziert sind.

HC: Nun, wenn aber die Sensitivität der Tests niemals damit bestätigt wurde, ob bei “Positivität” tatsächlich Infektionen vorliegen, hat man jemals überprüft, ob wenigstens bei “Negativität” keinerlei Infektionen vorlagen?

VFT: Über ein solches Experiment wurde niemals berichtet. Weder für den Elisa, noch für den Westernblot. Dies ist eines der großen Rätsel der AIDS- Wissenschaft.

Wie auch immer, schaut man sich Gallos Science-Publikation von 1984 (27) an, so stellt man fest, daß das, was Gallo ‚Isolation‘ nennt, ihm nur bei einem Drittel seiner Patienten gelang (28). Fast alle hingegen hatten Antikörper gegen HIV [Yet, nearly three* times that number had antibodies]

HC: Das ist sehr, sehr merkwürdig. Die Anzahl der Menschen mit Antikörpern, aber ohne Virus ist fast doppelt so hoch, wie die von Menschen, die Antikörper und das Virus haben. Die Übereinstimmung, die Korrelation zwischen angeblich vorhandenen HIV-Antikörpern und keiner Infektion ist größer als die zwischen Antikörpern und Virus. Es hätte gleich von Anfang an klar sein müssen, daß dieser Test grotesk ist.

VFT: Richtig.

HC: Wie hat Gallo die Diskrepanzen erklärt?

VFT: Gallo hat nie Diskrepanzen bezüglich der Isolation eingestanden. Seine Forschergruppe hat wohl geglaubt, alle Patienten mit Antikörpern wären infiziert. Sie schoben die Schuld für die niedrige Quote der Virusisolationen auf Fehler bei der optimalen Behandlung ihrer Gewebeproben. [Hier ist wohl das Lymphgewebe gemeint, das verwendet wurde, um die Viren zu kultivieren: ‚They blamed the low yield of virus isolation on failure to receive or handle their tissue specimens under “optimal” conditions.‘]

HC: Aber das Labor Gallo war doch bekannt für seine Erfahrungen im Kultivieren von Retroviren!

VFT: Richtig. Mehr ein Jahrzehnt lang hat man inzwischen experimentiert und heute heißt es, daß das Blut von unbehandelten AIDS-Patienten nur so vor HIV wimmelt.

HC: Wurde die Diskrepanz zwischen der Detektion von Antikörpern und der HIV-Isolation inzwischen geklärt?

VFT: Nicht einmal zum Teil. Denk doch mal an unsere Stellungnahmen zu Peter Duisberg (11). Wir erwähnten, daß 1992 und 1993 in mehreren angesehenen internationalen Laboratorien in GB, Deutschland und den USA 224 Proben von HIV-positiven Menschen untersucht wurden. Diese Labors haben ganz nebenbei auch behauptet, HIV isoliert zu haben. Aber wie bei allen HIV-Forschern war das lediglich eine Pervertierung des Begriffes “Isolation”. Was sie “HIV-Isolation” nannten, war in Wirklichkeit ein anderer Antikörpertest. Der einzige Unterschied: Diesmal wurde nach Antikörpern gegen das Protein p24 [aus der Hülle des angeblichen HIV] gesucht. Bei diesen Versuchen gelang in 83 Fällen (29) eine “Isolation”, das ist mit 37% aller untersuchten Fälle die gleiche Quote, die Gallo 1984 erreichte.

HC: Haben HIV-Experten wirklich nicht mehr als einen p24-Antikörpertest gemacht, wenn sie eine HIV-Isolation behaupteten?

VFT: Meistens hatten sie nur ein Photo mit virusähnlichen Partikeln und die Detektion von p24- Antikörpern. Andere Forscher weisen einfach nur Reverse Transkriptase [RT] nach und bezeichnen das als Virusisolation.

HC: Liegt es am Fehlen eines Goldstandards für die HIV-Antikörpertests, daß Ihr aus Perth der Meinung seid, keiner von den Menschen, die als “HIV-positiv” diagnostiziert sind, sei mit HIV infiziert?

VFT: Hauptsächlich deshalb sind wir der Meinung, daß es keinen Beweis dafür gibt, daß auch nur ein einziger Mensch infiziert ist. Ein anderer wichtiger Grund ist natürlich auch, daß niemand jemals die Existenz von HIV mit der einzigen angemessenen Methode nachgewiesen hat. Die basiert auf der medizinischen Virus-Definition, und wurde 1972 am Pasteur-Institut bei einem Meeting diskutiert. (24,25) [Für die ‚Isolation‘ von Retroviren wurden hier auch keine echte Isolation, sondern Ultra-Dünnschnitte einer Zelle mit enthaltenem Virus vorgeschrieben. Allerdings gab es Reinigungvorschriften, die jedoch niemals eingehalten wurden, weil sich damit keine Retroviren nachweisen lassen.]

HC: Aber Ihr aus Perth habt diese Methode doch kritisiert?

VFT: Vom ersten Tag an!

HC: Wie auch immer: Diese Methode zu kritisieren, erscheint mir eine ziemlich kühne Behauptung zu sein. Es gibt keine Beweise, daß auch nur ein Mensch mit HIV infiziert ist?

VFT: Schau mal, Huw. Man kann doch nicht einfach die Worte “HIV” und “Antikörper” praktisch gleich setzen, und dann einfach behaupten, man habe spezifische HIV-Antikörper und auch HIV selbst nachgewiesen. Der HIV-Test weist kein Virus nach. Alles, was er leisten kann ist zu zeigen, daß einige Antikörper von Patienten mit einigen Proteinen reagieren. Was ein Wissenschaftler, der einen solchen Test durchführt, jetzt zu tun hätte, wäre ein Vergleich mit dem Virus-Goldstandard. Und zwar, bevor er behauptet, der Test weise hoch spezifisch eine HIV-Infektion nach.

Die Herkunft der Testproteine spielt im übrigen keine Rolle, es ist völlig egal, ob sie vom HIV stammen. Gehen wir noch einmal zum Epstein-Barr-Virus (EBV) zurück: Wir diagnostizieren eine EBV-Infektion, ohne Proteine zu verwenden, die vom EBV stammen. Sonst würden wir ja zu der Diagnose kommen, daß der Patient mit roten Blutkörperchen von Pferden infiziert ist. Was zählt, ist eine Korrelation zwischen wichtigen Reaktionen und vor allem die Frage, ob das Virus nun in diesen Patienten vorkommt oder nicht.

HC: Aber es macht doch grundsätzlich Sinn, Proteine des Erregers zu verwenden?

VFT: Ja, aber nur, wenn es einen existenten, nachgewiesenen Erreger gibt, dann gibt es möglicherweise eine Verbindung zwischen dem Antigen [Erreger] und den Antikörpern. Außerdem, wenn man tatsächlich einen Erreger hat, heißt das noch lange nicht, daß man das Problem mit den Kreuzreaktionen und Anderes ignorieren darf.

HC: Demnach ist es nicht korrekt, wenn Wissenschaftler behaupten, heutige Antikörpertests wären ein besserer Nachweis, weil sie für die AK-Tests sehr reine Proteine benutzen, um eine Antikörperreaktion festzustellen?

VFT: Du hast recht, das ist unlogisch. Obschon gentechnisch hergestellte Proteine in den Tests benutzt werden, sind Antikörpertests kein besserer Nachweis geworden. Man kann die reinsten Proteine benutzen, die es auf der Welt gibt, und findet einen Menschen, der Antikörper dagegen hat. Das heißt noch lange nicht, daß dieser Mensch mit einem Krankheitserreger infiziert ist, der dieses Protein enthält. Dieses Faktum ist extrem wichtig, wird aber ignoriert. Ein gentechnisch hergestelltes Protein kann die Qualität des Tests sogar noch verschlechtern!

HC: Wieso?

VFT: Jedes Mal, wenn man die Antigene wechselt oder verändert, besteht die Möglichkeit, daß neue Antigene mit alten Antikörpern reagieren. Alles, was Antikörper können, ist zu reagieren, und zwar mit einer bestimmten Proteinstruktur. Nimmt man also ein neues Antigen, so kann ein im Blut bereits vorhandener Antikörper mit ihm reagieren. Aber die Tatsache, daß dieser Antikörper bereits existiert, bedeutet keinerlei Verbindung dem Erreger, der eigentlich gesucht wird. Wie zum Beispiel Antikörper gegen Hepatitis A oder PCP [Mikropilzinfektion, keine Protozoeninfektion, wie die AIDS- Medizin behauptet]. Viele Menschen haben sie im Blut, Kinder gegen PCP oft schon im Alter von vier Jahren. Solche Antikörper, die mit dem neuen gentechnischen Antigen reagieren, kann man im Blut haben, ohne jemals erkrankt gewesen zu sein.

HC: Und Patienten werden mit gentechnisch hergestellten Antigenen nach Antikörpern untersucht, ohne daß die Antikörpertests jemals mittels eines Goldstandards [Isolation] geeicht wurden?

VFT: Das Tragische dabei ist, daß diese Tests ohne jeglichen Beweis ihrer Spezifität zugelassen werden. Das ist bedauerlich, aber leider Fakt.

HC: Eure Gruppe aus Perth hat behauptet, HIV- Proteine, HIV- Antikörper und die Existenz von HIV selbst seien 3 sich gegenseitig bestärkende, aber einzeln unbewiesene Hypothesen. Kannst Du das näher erklären?

VFT: Ich werde mein Bestes geben, dies zu versuchen. Als Montagnier und Gallo sich 1983/84 auf die Jagd nach Retroviren machten, da war ihnen folgendes klar: Das bloße Finden eines Virus- ähnlichen Partikels, auch, wenn eine Isolation gelingt, auch wenn Reverse Transkription (RT) nachgewiesen wird, wäre noch lange kein Beweis, daß der gesuchte Partikel tatsächlich ein Virus ist. Und zwar, weil nicht alles, was aussieht wie ein Virus, auch ein Virus ist. Und nicht alles, was Reverse Transkription benutzt, ein Virus oder Retrovirus ist. All diese Phänomene, optische Virus- Ähnlichkeit und RT sind unspezifisch, weisen nicht als einzigen Schluß auf die Existenz eines Virus hin. Auch wenn man beides gleichzeitig feststellt, Virus-Ähnlichkeit und RT, ist das kein Ausweg aus dem Dilemma. Die Addition zweier unspezifischer Nachweise macht in der Summe noch keinen spezifischen Nachweis.

Der einzige wissenschaftliche Beweis, daß es sich bei einem Partikel um ein Virus handelt, ist eine Reinigung mit dem Ziel, einen virusspezifischen Dichtegradienten herauszufiltern; eine genetische Analyse und der Nachweis, daß sich diese Partikel selbst reproduzieren können, daß sie infektiös sind, sind auch unverzichtbar. All diese Schritte wurden nie gemacht, der Nachweis der Existenz von HIV basiert lediglich auf dem Nachweis von Antikörpern, und die sind nur ein weiterer unspezifischer Nachweis neben RT und der optischen Virusähnlichkeit.

HC: Aber Montagnier und Gallo haben Antikörper von AIDS-Patienten entdeckt, die mit Proteinen in ihren Zellkulturen reagiert haben!

VFT: Ja, sie haben einige gefunden, aber das beweist weder, daß diese Reaktion mit den Bestandteilen eines Virus stattfand, noch, daß diese Antikörper wegen des Auftauchens eines Virus produziert wurden. Zur Verdeutlichung, stell Dir doch mal folgenden Versuchsaufbau vor: Anstatt der Zellkulturen eines AIDS-Patienten bekommen wir ein Gefäß mit der Milch von einem Dutzend verschiedener Tiere, also ein Mixtur der verschiedensten Proteine, und wissen dabei nicht, von welchen Tieren sie stammen. Anstatt der Antikörper eines AIDS-Patienten bekommen wir ein Gefäß mit verschiedenen Säuren. Wir nehmen beide Gefäße, schütten den Inhalt zusammen und das Gemisch verklumpt, trennt sich auf in Wasser und geronnenes Eiweiß. Nun behaupten wir, wir hätten eine Kuh isoliert, oder eine Ziege. Nicht irgendeine Kuh oder Ziege, sondern eine neue Art von Kuh oder Ziege, die vorher völlig unbekannt war, und zwar in der von uns angelegten Kultur. Und wir behaupten, nur ein ganz bestimmter Teil der Säuren in der Kultur hätte für die Gerinnung gesorgt.

Kehren wir zu HIV zurück. Proteine, die mit Antikörpern reagieren, machen aus einfachen Proteinen angebliche HIV-Proteine. Und weil diese Antikörper mit ihnen reagieren, werden aus ihnen HIV-Antikörper. So eine Logik vergleicht man normalerweise mit einem Hund, der sich in den eigenen Schwanz beißt. Und dies ist mit Sicherheit nicht die Art und Weise, wie ein Wissenschaftler einen Virus nachweisen sollte, oder bestimmen sollte, was Antikörper gegen ihn sind. Wir haben bei AIDS also einige Patienten, in denen Partikel gefunden werden.

Man schaut nicht nach, ob es diese Partikel auch in gesunden Patienten vorkommen. Trotzdem gelten diese Partikel als HIV. Und das, obwohl man eine Reinigung der Proben unterließ, keinen spezifischen Nachweis der Vermehrungsfähigkeit erbringen konnte, die Partikel nicht isolierbar sind. Proteine, aus denen dieser Partikel besteht, sind jetzt per Definition HIV-Proteine. Antikörper, die mit ihnen reagieren, werden somit unter voller Ignoranz der Unspezifität von Antikörpern als HIV-Antikörper definiert. Wir sehen, daß sich drei unbewiesene Hypothesen hier gegenseitig stützen, ohne daß auch nur für ein spezifischer Beweis vorläge.

HC: Aber heute glaubt doch jeder, diese Antikörper wären HIV-Antikörper, und die seien hochspezifisch für HIV.

VFT: AIDS, also die klinischen Symptome, treten sehr häufig, aber nicht immer zusammen mit Antikörpern auf, die als HIV-Antikörper interpretiert werden. Das wird als Beweis für eine HIV- Infektion ausgelegt, und dafür, daß HIV die Ursache von AIDS ist. Mit anderen Worten, AIDS beweist sein HIV, HIV beweist sein AIDS.

Es wäre sehr wichtig, und zwar für jeden, der bei der Debatte um HIV mitmischt, einmal zu realisieren, daß sich die Behauptungen der AIDS-Experten insgesamt auf samt und sonders unspezifische Phänomene stützen. Antikörperreaktionen sind keine Virusisolation. Sie sind kein Ersatz für das Standard- Verfahren der Virologie: Man sondert die verdächtigen Partikel von allem anderen ab, gibt sie auf eine frische, nicht infizierte Zellkultur, und schaut nach, ob sich diese Partikel dort vermehren.

HC: Mal abgesehen von der Frage, woher diese Antikörper kommen, hat nicht ihr häufiges Vorkommen bei AIDS-Patienten eine relevante Bedeutung?

VFT: Bei den AIDS-Risikogruppen schon. Hat man diese Antikörper, dann besteht das Risiko, entweder eine Reihe von Krankheiten zu bekommen oder schon zu haben, aus denen sich AIDS zusammensetzt. Aber ist das eine Bestätigung des Verdachts, die Ursache sei ein Retrovirus?

HC: Oder, daß das Ausbrechen der Krankheit unausweichlich sei!

VFT: Es ist nicht unausweichlich. Aber jetzt sprechen wir über Statistiken.

HC: O.K.. Eure Gruppe aus Perth hat sich auch in aller Ausführlichkeit zu den weltweit völlig unterschiedlichen WB-Kriterien geäußert, zuerst in Bio/Technology 1993 und auch zwei Jahre später hier in “Continuum”.

VFT: Der Westernblot ist eine allgemeine Labortechnik für das Sichtbarmachen einzelner Protein/Antikörperreaktionen. Die Proteine befinden sich in dünnen Papierstreifen, beim HIV- Westernblot gibt es ungefähr 10 davon. Der Labormitarbeiter schaut sich die Papierstreifen an, und bestimmt, welche Proteine mit Antikörpern reagiert haben. Was er sieht, sind Reihen von dunklen, horizontalen Rechtecken, die “Banden” (Streifen) genannt werden. Eigentlich sollte es so sein, gäbe es so etwas wie “HIV”-Proteine und wären HIV-Antikörper hoch spezifisch, daß das Hellerwerden eines einzigen Streifens ein Beweis für eine HIV-Infektion wäre. Dies ist aber nicht der Fall.

HC: Es heißt, es braucht mehr als eine Bande für einen “positiven” Test?

VFT: Ja, mit Ausnahme einer Sonderfalles trifft das zu. Aber das wirklich Interessante ist dies: Auch wenn mit Ausnahmen eine oder auch zwei Banden nicht für die Diagnose einer HIV-Infektion ausreichen, so muß es doch einen Grund geben, warum diese Banden reagieren.

HC: Kreuzreaktionen oder unspezifische Reaktionen?

VFT: Richtig. Proteine im Test werden aufgehellt, reagieren, und zwar mit einem Teil des Antikörpergemisches, welches sich in AIDS-Patienten finden läßt. Wahrscheinlich auch möglich als Resultat von zufällig stimulierten B-Zellen in gesunden Menschen. Tatsächlich werden doch von den HIV- Experten Kreuzreaktionen als Grund für falsch- positive Westernblots genannt.
Nicht-HIV Antikörper, produziert ohne die Anwesenheit von HIV im Blut. Und wenn ein oder zwei reaktive Banden in einem Westernblot ohne HIV zustande kommen, warum nicht auch drei, vier fünf; warum sollte es nicht möglich sein, daß alle Banden mit Nicht-HIV-Antikörpern reagieren?

HC: Ich weiß es nicht.

VFT: Nun, ein Wissenschaftler müßte zunächst einmal davon ausgehen, daß eine solche Reaktion möglich sein kann. Um das auszuschließen, gibt es nur einen einzigen Weg: Er muß seine optimale Antikörperreaktion im Test damit überprüfen, ob in diesen Patienten auch das HIV selbst gefunden werden kann.

HC: Und das wurde niemals getan?

VFT: Es wurde nicht nur beim Westernblot nie getan. Keine Forschergruppe weltweit hat jemals einen HIV- Nachweis völlig in Übereinstimmung mit den für Retroviren anerkannten Vorschriften zustande gebracht. (6-13;26)

HC: Und wie siehst Du die heutigen Variationen in der Interpretation eines Westernblots?

VFT: Es ist nur eine Merkwürdigkeit unter vielen. Was als “positiv” interpretiert wird, hängt von zwei Faktoren ab: In welchem Land wird er gemacht, welche Organisation macht ihn. Weltweit sind es verschiedene Kombinationen von zwei, drei oder auch vier Banden, die für den Beweis einer HIV- Infektion gehalten werden (31-36). In Afrika sind es zwei Banden, die “Positivität” definieren, in Frankreich, Großbritannien und Australien beispielsweise würde es bei zwei Banden hingegen heißen, der Patient sei nicht mit HIV infiziert. In Australien braucht es vier Banden für “Positivität”; nach den Regeln der FDA (US Food and Drug Administration; US-Arzneimittelbehörde) und des Roten Kreuzes braucht man drei.

HC: Ist dies der Grund, warum Ihr frisch “positiv” Getesteten ratet, mit dem Flugzeug zu verreisen?

VFT: Genau. Ist man positiv in New York mit drei Banden im Westernblot, fliegt man einfach nach Perth, und schon ist man von Amts wegen nicht mehr positiv.

HC: Du hast da vorhin von einer Ausnahme gesprochen.

VFT: Es gab in den USA die Multicenter Cohort Study MACS. Diese im zynischen Sinne des Wortes “einmalige” Studie begann in den frühen 80-igern, und verfolgte das Schicksal von 5.000 schwulen Männern. Obwohl es sich nach 1990 änderte (36), galten alle Männer, die an der Studie teilnahmen, mit einer Bande im Westernblot als positiv, wenn diese sehr stark ausgeprägt war (31). Nirgendwo, nicht einmal in Afrika hätte man diese Männer als positiv bezeichnet. Man hatte also schwule Männer, die auf dieser Basis als HIV-positiv galten, gab ihnen deswegen wahrscheinlich antivirale Medikamente.

HC: Laß mich hier bitte noch etwas wiederholen, ich halte dies hier für besonders wichtig, besonders für unsere neuen Leser, die sich noch nicht so gut auskennen. Du sagst, verschiedene HIV-Experten in verschiedenen Ländern, oder HIV-Experten in einem Land, die bei zwei unterschiedlichen Institutionen arbeiten, wären der Meinung, völlig unterschiedliche Anzahlen von Banden im Westernblot seien noch kein Beweis für eine HIV-Infektion, weil die Banden unterhalb des Grenzwertes, je nach Region oder Institution sind dies eine normale Bande, mal sind es zwei oder drei, durch Nicht-HIV-Antikörper zustande kämen?

VFT: Genau. Lies einfach nach was Anthony Fauci [der international führende HIV-Forscher] in Harrisons Principles of Internal Medicine (22) veröffentlicht hat: “Die unwahrscheinlichste Erklärung für ein nicht absolut eindeutiges Testergebnis beim Westernblot (zu wenige Banden für positiv, aber nicht völlige Abwesenheit von Banden) ist, daß ein Individuum mit HIV infiziert ist. Die wahrscheinlichste ist, daß dieses Individuum Antikörper hat, die mit einem HIV-Protein kreuzreagieren.”

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