Kein Herdenschutz bei Masern

     30.11.2015
   zuletzt geändert: 12.11.2019


Hans U. P. Tolzin: Augen zu und durch? Herdenimmunität ist nur eine Illusion!
Dass die Erreichung der sogenannten Herdenimmunität oder gar die Ausrottung der Masern mit den verfügbaren Impfstoffen gar nicht möglich ist, auch nicht über eine gesetzliche Impfpflicht, kann jeder medizinische Laie, der die Grundrechenarten beherrscht, nachvollziehen.
Denn das zentrale Problem der Herdenimmunität sind nicht die Ungeimpften, sondern die Impfversager, also jene Geimpfte, die keinen Antikörpertiter entwickeln. Doch die Losung von Gesundheitsminister Jens Spahn lautet: „Augen zu und durch!“ – selbst wenn dabei unsere Grundrechte mit Füßen getreten werden.


Herd Immunity? Herd Mentality

Kein Herdenschutz bei Masern
Foto: Informed Choice Washington, fair use.

Quelle: Informed Choice Washington, FB-Chronik vom 0611.2019, fair use.


Grafik: WHO-Durchimpfungsrate 95% bei Masern

Biostatistiker Dr. Markus Falk fragt:
“Wie soll man damit den Einzelnen schützen? So sieht eine Durchimpfungsrate von 95% aus, wenn jeder für sich, ohne gegenseitige Beeinflussung, die Impfentscheidung trifft. 148×148 Pixel ~ 22.000 Personen. Rot = nicht geimpft, Rest = geimpft und immun.”

Kein Herdenschutz bei Masern
Foto: Falk, fair use.

Quelle: Markus Falk, Facebook-Chronik vom 18.05.2019.


Kein Herdenschutz am Beispiel der Maserninzidenz laut RKI-Daten
Jens

Es wird häufig behauptet, daß nur eine hohe Durchimpfungsrate vor den Masern schützt, d. h. die behaupteten krankmachenden Viren “ausgerottet” werden und damit eine Krankheit beseitigt werden könne, wenn der behauptete Herdenschutz greife.

Darum habe ich einmal die beiden Bundesländer mit den höchsten Impfquoten bei Schulanfängern, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg, mit den beiden niedrigsten Impfquoten bei Schulanfängern, Baden-Württemberg und Bayern, bezüglich der Veränderung der Erkrankungswahrscheinlichkeit (Inzidenz) im “Masernjahr 2015” gegenüber den letzten 10 vorausgegangen Jahre verglichen.

Ergebnis: Die Maserninzidenzien sind bei den “impffreudigen” Brandenburgern um 650 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern um fast 1000 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei den “impfmüden” Baden-Württembergern um fast 10 Prozent und in Bayern sogar um mehr als 30 Prozent.

Also: Weniger Herde = mehr Schutz!

Damit ist der behauptete Herdenschutz oder die Herdenimmunität anhand der offiziellen RKI-Daten selbst widerlegt. Impfen schützt nicht.

Bild: Jens. Mit freundlicher Genehmigung.
Bild: Jens. Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: Andrea. Mit freundlicher Genehmigung.
Foto: Andrea. Mit freundlicher Genehmigung.

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